Frankfurt, 25.08.2004
Die Superior race und ihre Sklaven im Außendienst. Auszug aus meiner eiligen Depp-esche an Monsieur le ministre pour la santé de la Uemwelt, Jürgen Trittin, Straße der Besserwisser No 1, Berlin, im Auge des Hurrikans.

‚Lieber Jürgen,

und dann muß ich noch auf eine weitere Quelle der Erderwärmung durch CO 2 und Kohlenmonoxydausstoß zu sprechen kommen, als da wäre, dass wir Germanen, die wir uns über andere erhaben fühlen oder glauben und - geprägt durch ein in der jüngeren teutschen Geschichte bislang nie gekanntes Ausmaß an Faulheit – auf die erzblöde Idee kamen, unsere Sklaven mit Laubblasgeräten, die mit einem Höllenlärm, durch kleine Benzinmotoren betrieben werden, auf deren Rücken, anstatt mit den guten alten Reisigbesen, ausgestattet haben. Solchermaßen ausgerüstet, wie oberlästige Moskitos vor sich hinsirrend, schreiten die Straßenreinigungssklaven ihre Reviere ab und verstänkern die Gegend, anstatt einen „Made in China“ Reisigbesen zu schwingen.
Im übrigen muß ich Dich, lieber Jürgen, auch noch draufhinweisen, dass diese ätzend laut in höchsten Tönen betriebenen Laubblasgeräte auch noch obendrein gegen das Bundesimmissionsschutzgesetz verstoßen, weil dort ist auch ausdrücklich Lärm als störende und zu vermeidende Immission zum Schutze von Tier und Mensch zur Ahndung aufgeführt.
Ich werde dieser Tage sowieso mit Gerhard reden und ihn bitten, ein neu zu schaffendes Ministerium ins Leben zu rufen und Dich gleichzeitig damit zu betrauen: das Bundesimmissionsschutz-Ministerium, damit endlich die totale Ruhe passend zum Stillstand eintritt, und dann leitest Du zwei Ministerien und bist endlich auch nicht nur Superman, sondern wie Clement auch noch Superminister. Und noch etwas: Könntest Du bitte die Autorennen verbieten – Schumi zahlt hier eh keine Steuern.
Übrigens, warum hast Du Dich, wie ich Dir am 12.11.2003 schrieb, während der Sommerpause nicht per Coup d’État zum Kanzler gemacht? Die Gelegenheit war günstig.

Es grüßt Dich aus der Hauptstadt des Verbrechens, Petra Roth-Ville,

Dein Michael

Das war der letzte Brief der Reihe bis jetzt.
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